Optionen Druckansicht: zurück drucken

Musterbrief



Inhalt

MUSTERBRIEF OKTOBER 2018
Neue Muster: Parkettgalerie / Rückblende September
MUSTERBRIEF OKTOBER 2018
Neue Muster: Parkettgalerie / Finissage «Pisé – Tradition und Potenzial», 4. Oktober 18:00 Uhr / Rückblende September
Die Holzplatten AG zeigt in der in der SBCZ die aktuellsten Parkettmuster seiner «Parkettgalerien». Die 50 x 70 cm grossen Mustertafeln, mit Beispielen von einheimischen und ausländischen Holzarten, können für eine begrenzte Zeitdauer gegen eine Gebühr ausgeliehen werden.
Parkettmuster in der SBCZ-Sammlung
Heimische Parkett-Holzarten im Überblick
Aufgrund seiner Eigenschaften und gestalterischen Vielseitigkeit hat sich Eichenholz in der Schweiz zur beliebtesten Parkett-Holzart etabliert. Weniger stark verbreitete Hölzer bieten interessante Alternativen was die Farbigkeit, Holzzeichnung, Alterung oder die physikalischen Eigenschaften betrifft.

Eiche
Das Holz der Eiche ist von Natur aus goldbraun, hart und robust. Das Kernholz der Eiche weist eine hohe Verrottungsbeständigkeit auf. Das Farbspektrum des fertigen Eichenbodens reicht von dunkelbraun (Räuchereiche) bis cremeweiss. Dank ihrer Härte (Brinellwert 34 N/mm2) wird Eiche in frequentierteren Bereichen wie Wohnzimmer, Gang, Küche oder Esszimmer eingesetzt.

Nussbaum
Unter den Parkett-Holzarten bietet Nussbaum in seiner lebhaften Ausführung ein Wechselspiel der Farben. Dunkles Holz, gemischt mit hellen Elementen, verleihen dem Boden ein edles Aussehen. Dank seiner guten Härte ist Nussbaum eine universell einsetzbare Holzart in weniger frequentierten Bereiche.
Eichenparkett, rechts amerikanischer Nussbaumparkett, Bild: SBCZ Materialsammlung
Ahorn
Ahornparkett ist Anfangs fast weiss, vergilbt aber mit der Zeit. Je nach Sortierung kann das Parkett viele Einschlüsse und Äste zeigen, was gestalterische Möglichkeiten bietet.
Buche
Buchenholz ist grundsätzlich eher gelblich, erhält beim Dämpfen allerdings eine rotbräunliche Farbe. Wie Eiche ist Buchenholz im Einsatz sehr vielseitig und wegen seiner Härte (Brinellwert 40 N/mm2) universell einsetzbar.
Kanadischer Ahornparkett, rechts gedämpfte Buche, Bild: SBCZ Materialsammlung
Esche
Eschenholz ist zwar härter als Eiche, lässt sich jedoch nur schwer imprägnieren. Während sich imprägnierte Eiche auch in Küche oder Bad verlegen lässt, ist Esche in feuchten Räumen nicht geeignet.
Parkett aus Obsthölzern wie Kirsche oder Birne
Der Kirschbaum zählt zu den härtesten (Brinellwert 45 N/mm2) heimischen Parketthölzern und kann entsprechend auch in viel genutzten Räumen verlegt werden. Sein rötlichbrauner Holzton und die ruhige Maserung wirken edel und elegant. Der anfängliche hellbraune Farbton des Birnenparketts dunkelt mit der Zeit leicht nach und nimmt allmählich die Farbe von Bernstein an.
Eschenparkett (Mehrschichtig), rechts amerikanischer Kirschenparkett, Bild: SBCZ Materialsammlung
Parkett-Härte gemessen in Brinell
Die Härte von Parkett, beziehungsweise einer Holzart, wird in Brinell gemessen. Es handelt sich dabei um keinen exakten Wert, sondern vielmehr um eine relative Orientierung im direkten Vergleich zwischen Holzarten. Zu beachten sind die unterschiedlichen Härten innerhalb einer Holzart. Je nach Wuchsort, Schnitt und Verarbeitung kann ansonsten gleiches Holz durchaus eine andere Härte aufweisen.
Brinell Test zur Messung der Härte von Holz

Variationen zum Parkett
Holzböden, bei denen die Jahresringe sichtbar sind, das heisst die Fasern vertikal stehen, nennt man Holzpflaster (Holzstöckelpflaster). Einen grossformatigen Holzboden aus langen Brettern nennt man Dielenboden. Parkett benötigt wegen des Aufbaus aus kleinteiligen Holzstücken im Gegensatz zum Dielenboden eine Trägerschicht. 1883 liess der Grammophon-Erfinder Emil Berliner in den USA einen nach seiner Idee konzipierten Parkettboden patentieren. Die Hölzer wurden auf einer Trägerschicht befestigt und ähnlich einem Teppich aufgerollt.
Patentzeichnung Parkettteppich

Mehrschichtparkett
Das Patent für das Mehrschichtparkett stammt aus dem Jahr 1939 von Johann Kähr (Lamellenplatte). 1941 führte das Unternehmen Kährs das weltweit erste «Fertigparkett» ein. Es hat auf Grund seines 3-schichtigen Aufbaus eine höhere Verwerfungsfestigkeit und kann deshalb auch lose, ohne vollflächige Verklebung, oft in einem Klick-System auf eine Unterlagsmatte verlegt werden.
Beispiele für Verlegearten
Parallel-Verband: Die Stäbe werden auf gleicher Höhe parallel verlegt.
Flechtboden: Durch nebeneinander paralleles Anbringen von Stäben und Drehung entsteht eine Flechtoptik. Auch zueinander verschobene Würfel.
Fischgrät: Klassisches Verlegemuster mit interessantem Lichtspiel.
Leiterboden: Eine Reihe parallel nebeneinanderliegender Stäbe wechselt sich ab mit einer quer dazu liegenden Einzelreihe.
Parkettgalerien in Samstagern und Schlieren
Mit den beiden Parkettgalerien in Samstagern und Schlieren hat die Holzplatten AG ein Beratungs- und Kompetenzzentrum für Bodenbeläge geschaffen. An beiden Standorten ist ein gleichwertiges Sortiment von Bauwerk, Steirer, Schober, Kährs, Admonter, Sky Line, En Vogue, Meister und vielen mehr zu finden. Den Fachleuten steht ein professionelles Team von Beratern zur Verfügung. Sie können Auskunft geben zu den verschiedenen Oberflächenbehandlungen wie oxydativ geölt (luftgetrocknet), uv-geölt oder versiegelt und beantworten Fragen zu Unterhalt und Pflege

Parkettgalerie Showroom in Schlieren
Holzplatten AG
Als Schweizer Holzwerkstoff- und Bodenprofi ist die Holzplatten AG seit über 40 Jahren Ansprechpartner für Architekten, Holzverarbeiter, Bodenleger und Bauherrschaften.
Finissage «Pisé – Tradition und Potenzial»
Referate, Buchpräsentation und Apéro
Donnerstag 4. Oktober 18–20 Uhr

Referierende
Prof. Dr. Guillaume Habert, Professor für Nachhaltiges Bauen, ETHZ
Vortragssprache: Englisch
Felix Hilgert, MSc ETH-Bauing., Boltshauser Architekten AG
Buchvernissage: Roger Boltshauser, dipl. Architekt ETH SIA BSA
Eintritt frei, Anmeldung an [email protected]

An der Finissage zeigt Guillaume Habert Forschungsergebnisse seines Instituts über neuartige Bauweisen mit Flüssiglehm, bei welchen Lehm analog herkömmlichem Beton verarbeitet werden kann. Felix Hilgert stellt seine wissenschaftliche Arbeit über Aushubmaterialien in der Schweiz vor.
Das neue Buch, «Pisé. Stampflehm - Tradition und Potenzial von Roger Boltshauser mit Cyril Veillon und Nadja Maillard (Hrsg.)» wird vorgestellt.
Rückblende September:
Adresse:

Öffnungszeiten:
Mo.–Fr. von 9–17.30 Uhr
Klicken Sie hier, wenn Sie sich von unserem Newsletter abmelden möchten.